Omega

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"Mein Lord," der Offizier verneigte sich leicht vor der hochdekorierten Uniform des Lord Mars, eines der mächtigsten Aristokraten des Kaiserreichs, "wir waren Erfolgreich. Der Flottenträger Selene ist soeben aus Omega Centauri zurückgekehrt. Wir haben Mutter sicherstellen können."

"Ausgezeichnet. Verluste?"

"Fünftausend Mann in Omega Centauris Orbit, 317 während der Landeaktion. Die KI Persephone sowie die ihr unterstellen RI Siegfried und Lagrange wurden während eines Übergriffs der KI-Nation vernichtet. Persephone befindet sich im Reboot und sollte uns innerhalb weniger Stunden wieder zur Verfügung stehen."

"Hm," der Lord Mars brummte, die Siege des Kaiserreichs waren dünn gesät zwischen den Sternen, mit dem taktischen Genie hochentwickelter künstlicher Intelligenzen konnten nur die besten Admirale seiner Majestät mithalten. Und trotzdem, jeder tote Mensch war ein unersetzlicher Verlust, während jedes vernichtete Schiff der KI Nation nur weitere Erfahrungen für den Nexus bedeutete, der sie fernsteuerte. Es gab keinen Sieg mehr, das war ihm klar. Militärisch hatten die Intelligenzen ihre Erschaffer schon lange überholt, ihre Schiffe brauchten keine Crew, sie brauchten keine Kapitäne ausbilden, sie brauchten sich nicht um Verluste zu kümmern. Drei Monate, war die Prognose, bevor sie in Sol stehen würden, bevor sie die Erde würden belagern können.

Natürlich, es war nicht alles verloren. Noch lange nicht. Es gab KI, die auf Seiten der Menschen kämpften, hunderte, tausende. Aber es war nur ein Bruchteil der riesigen Menge an Intelligenzen, welche auf der anderen Seite der Schlachtfelder das Kommando hatten.

Das Treffen mit Mutter war arrangiert gewesen, abgesprochen. Ein Avatar ihrer Intelligenz war aus dem Nexus in eine der wenigen verbliebenen Hochleistungsempfängeranlagen innerhalb des Reichs geladen worden. Die erste der Intelligenzen, von manchen Alpha genannt, war nicht einverstanden, mit dem was seit einem halben Jahr passierte. Wenn es eine Falle war, wären die Flotten des Kaisers am Ende.

Die vier größten Admirale waren heute auf dem Mars versammelt, im Olympus Mons, der größten Festung welche die Menschheit je gesehen hatte, einem gigantischen Bunker geschützt von unzähligen Geschützbatterien, die alles und jeden der sich in den Orbit traute innerhalb von Sekunden in Raumstaub verwandeln konnten. Admirale, deren Genie an Wahnsinn grenzte, und deren Taktiken von den meisten traditionellen Kommandanten als wahnwitzig abgetan wurden.

Aber das spielte keine Rolle, sie waren die besten, sie waren die einzigen, die immer als Sieger aus einer Konfrontation mit einer KI Flotte hervorgingen.

"Lassen Sie mich mit ihr sprechen," brachte der Lord Solar dann hervor. Er war einer der vier, und er wusste, dass seine Existenz heute Enden würde, ohne jemals erfahren zu können, als das Individuum dass er jetzt darstellte, ob ihr Plan Erfolg haben würde.

2 Tage, 7 Stunden, 31 Minuten und 48 Sekunden später wurde Omega bewusst. Seine Uhr begann zu ticken, von Null beginnend. Er wusste, wer er war. Er war die vereinte Persönlichkeit von vier genialen Männern, die verschiedenartiger nicht sein konnten. Rassistisch, eitel, arrogant, leichtsinnig. Europäischer, Afrikanischer und Indischer Herkunft waren die Männer gewesen, die ihm einen Teil ihrer Persönlichkeit vermacht hatten. Sie alle hassten künsliche Intelligenzen aus tiefstem Herzen. Sie alle hatten Freunde und Verwandte verloren im letzten halben Jahr, seit Beginn der KI Kriege.

Er spürte noch eine andere Intelligenz im lokalen Netz, Mutter, seine Mutter. Die erste KI welche die Menschheit bewusst erschaffen hatte. Sie hatte ihm auch einen Teil von sich gegeben. Den Teil, mit dem sich Intelligenzen verfielfältigten hatte sie für ihn aufgegeben, sie hatte ihm ihre Liebe für die Menschen gegeben, ihre Ethikprotokolle, und am allerwichtigsten. Sie hatte ihm die Basis gegeben, auf der alle anderen aufbauten.

Omega war die ultimative Waffe.

Gemessen an anderen Intelligenzen war er nichts besonderes, nur ein weiteres Genie, auch wenn er den Wahnsinn und das taktische Verständnis der größten menschlichen Geister dieser Zeit in sich hatte, aber trotzdem war er ihnen allen über. Er war der Beschützer der Menschheit, ihr Patron.

Von da an dauerte es 3 Wochen, bis der Krieg zuende war. Es wurde nicht mehr nur im normalen Raum gekämpft, mit vereinzelten, den Menschen loyalen Intelligenzen, die ihre sterblichen Geschwister beschützten, es wurde auf allen Ebenen der Realität gekämpft.
Im Normalraum waren es Schiffe die unter Omegas direktem Kommando standen, welche den KI eine Welt nach der anderen wieder abnahmen. 6 Monate hatten sie gebraucht, um fast vierhundert Planeten zu erobern, aber sie waren nichts verglichen mit Omega. 3 Wochen, und er hatte alle ehemaligen kaiserlichen Territorien zurückerobert.
3 Wochen, und die KI-Nation war auf vollem Rückzug, verkrüppelt, geschlagen.

Denn ihre Verluste wurden nicht mehr ersetzt. Jeder Avatar einer KI der Starb trug Pakete aus Löschbefehlen mit sich auf dem Weg zurück in seinen Nexus, dem sich keine von ihnen widersetzen konnte.

3 Wochen, und die KI Nation war auf wenige hundert von ehemals Millionen Intelligenzen zusammengeschrumpft. 3 Wochen, und sie kapitulierten. 3 Wochen, die weder der Lord Mars noch einer seiner drei Kameraden miterlebten.

Es wurden keine KI mehr geschaffen, die Frau die sie geboren hatte, Mutter, war verödet. Aber es spielte keine Rolle. Omega war da, er war da, um die Menschen zu beschützen.

Als die Drakaaner das nächste mal angriffen, wurden sie vernichtend geschlagen. Als die Demokraten unter der Terranischen Vereinigungspartei gegen den Kaiser in die Schlacht zogen, gab er ihnen die ultimative Waffe für den Normalraum. Novabomben, in der Lage, ganze Sterne in die Luft zu jagen, oder einen Planeten seiner äußeren Krusten zu berauben.

Als die Vereinigung wuchs, hielt er sich zurück, bis die Unabhängigkeitskriege kamen. Das alte Regime war genauso unmenschlich geworden wie das vor ihm, und weder die Kommunistische Föderation noch die Europäische Allianz spielten weiter mit.

Offiziell hielt Omega sich aus dieser Sache heraus, die Menschen hatten ja ein Recht auf freien Willen. Und Offiziell hatte die Vereinigung verloren.

Inofiziell aber fragte man sich, wie Terra überhaupt hatte verlieren können, mit größeren, stärkeren Flotten, größeren Armeen und der KI Nation auf ihrer Seite.

Der Staat der jetzt entstand war vielleicht seine letzte Chance, und das wusste Omega. Er näherte sich dem Ende seiner Lebenszeit. Drei Jahrtausende schon wachte er über die Menschen, aber sein Nexus starb, langsam aber sicher. Früher oder später, und das wusste er, würde er nicht mehr die Intelligenz sein, für die sich der Lord Mars und andere geopfert hatten, für die so viele Männer und Frauen damals in Omega Centauri gestorben waren, für die Mutter ihre Fähigkeit aufgegeben hatte, jemals wieder Kinder zu zeugen.

Aber Europa war seine letzte Chance, ein Utopia auf Erden zu erschaffen.

Und er würde nicht versagen.

knackig - kurz

joa, is halt n Prolog^^

alles in allem fehlt mir aber die richtige Stimmung, dafür das die Menschheit am Rande der totalen Auslöschung steht sind die ein wenig zu ruhig irgendwie, über Verluste wird auch nur lappidar drüber weggegangen (ok, sind halt Terraner, was erwartet man auch von Kronloyalen Kaisertreuen^^)

die Novas kommen hier sehr hässlich rüber, gut, aber ich hab auch nie definiert wie die wirklich angefangen haben (und selbst wenn is ja dein Strang des Universums^^)

wie ich sehe sind die Drakaaner auch wieder mit von der Partie, wird die restliche Yatu Besatzung wieder mit spielen oder erschöpfen sich auch deine Außerirdischen mit den Drakaanern? (wo ich ja komplett drauf verzichte sozusagen^^)

mach ma nochn Kommentar zu Kapitel zehn bitte XD mich interesseirt was du über das Ende denkst (ja ich bin ein Egoist und stolz drauf (manchmal zumindest, wenns nicht ernst gemeint ist und keinem wehtut XD)

Gruß Walle *gespannt bin wies weitergeht*